Happy Birthday, Panamakanal! – 1

„Oh, wie schön ist Panama!“  das wissen sicher nicht nur der kleine Tiger und der kleine Bär aus der gleichnamigen Geschichte von Janosch. Das Land in Mittelamerika besitzt neben der schönen Natur auch noch ein kollossales Bauwerk, das Geburtstag feiert. Ein Grund mehr, den Panamakanal etwas näher vorzustellen.

am Kap Hoorn kamen vor dem Bau des Panamakanals viele Seeleute ums Leben!

Denkmal für die am Kap Hoorn umgekommenen Seeleute / © Foto: Jens Bludau (www.creativecommons.org)

Stürmische See & gefährliche Reisen

Der Panamakanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Ohne ihn müsste man Südamerika mit dem berüchtigten Kap Hoorn einmal kompett umrunden. Die Fahrt entlang des Kaps gehörte zu den meistgefürchteten Schiffspassagen der Seeleute. Davon zeugt auch die Gründung der Gemeinschaft der „Kap Hoorniers“. Kommandierende Kapitäne, die das Kap Hoorn auf einem Frachtensegler ohne Hilfsmotor bezwangen, wurden Ehrenmitglieder dieser internationalen Vereinigung. Bis zur Fertigstellung des Panamakanals im Jahr 1914 war die Umschiffung des Kaps die etwas bessere Variante, vom Atlantik aus zur südamerikanischen Westküste zu gelangen. Die dafür auch in Frage kommende Magellanstraße stellte Segelschiffe ebenfalls vor schwierige Wetter- und Strömungsverhältnisse. Schätzungsweise wurde die See vor Kap Hoorn mehr als 800 Schiffen und mehr als 10.000 Menschen zum Verhängnis und somit zum größten Schiffsfriedhof der Welt. Zum Gedenken an diese Seeleute wurde ein Denkmal auf dem Kap errichtet.

Die Idee zum Bau des Panamakanals

Bis der Kanal fertig gestellt wurde, war es ein langer Weg. Mehrere Male wurden Versuche eines Baus erfolglos abgebrochen.

Die Idee eine Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik zu schaffen, indem man einen Kanal im damaligen Darien baute, wurde 1523 von Kaiser Karl V. angeregt. In den zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts wurden vom Spanier Alvaro de Saavedra Cerón vier mögliche Kanalrouten vorgeschlagen. Die erste führte vom Golf von St. Miguel nach Urabá, die zweite von Ciudad de Panamá nach Nombre de Dios, die dritte über den Rio San Juan in Nicaragua und die vierte sollte schließlich von Tehuantepec über einen Fluss in den Golf von Mexiko führen.

Im Jahre 1529 wurde das Projekt das erste Mal umfangreich ausgearbeitet. Ab diesem Zeitpunkt gab es unzählige Pläne zum Bau eines Kanals. Das erste offizielle Kanalprojekt gab es schließlich in den Jahren 1533/34. Man stellte jedoch fest, dass dieses Ziel nicht realisierbar war. Deshalb wurde an dieser Stelle eine Straße gebaut, die als Camino Real bekannt wurde.

 

Wie es dennoch dazu kam, dass der Panamakanal fertiggestellt wurde, der den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean verbindet, erfahren Sie im zweiten Teil dieser kleinen Serie!

 

 

 

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