Die Emsüberführung – ein spannendes Manöver

Viele Reedereien bestellen auf Grund der großen Nachfrage fleißig neue Kreuzfahrtschiffe. Einer der renommiertesten Bauorte derer ist die Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg. Die Werft ist ein beliebtes Ausflugsziel für viele Kreuzfahrer und Schiffs-Begeisterte. Ein besonderes Highlight neben der Besichtigung der Bauhallen und dem Ausdocken der Schiffe ist die Emsüberführung Richtung Nordsee. Da der Fluss für die Kreuzfahrtriesen nur einen kleinen Spielraum zum Manövrieren lässt und einige Nadelöhre passiert werden müssen, erfordert die Fahrt höchste Konzentration der Beteiligten.

Nachdem die Genting Dream der Kreuzfahrtmarke Dream Cruises im August ausgedockt wurde und zurzeit für letzte Arbeiten im Hafen der Meyer Werft liegt, steht voraussichtlich Mitte oder Ende September die Emsüberführung an. Entlang des Flusses werden mit Sicherheit wieder viele Schaulustige das anspruchsvolle Manöver verfolgen. Zu diesem Anlass möchten wir Ihnen im Folgenden drei Plätze vorstellen, die einen sehr guten Blick auf das Ereignis bieten.

Genting Dream, Meyer Werft, Emsüberführung

Die Genting Dream verließ am 19.08.2016 das überdachte Baudock der Meyer Werft.
© Foto: MEYER WERFT / M. Wessels

Der wohl bekannteste Schauplatz während der Überführung ist die Jann-Bergaus-Brücke. Hier treffen sich viele Kreuzfahrtfans und es entstehen eine Vielzahl beeindruckender Fotos, denn die Brücke ist ein enges Nadelöhr für die großen Schiffe. Auf beiden Seiten bleiben nur wenige Zentimeter zum Rangieren. Im kleinen Ort Mitling-Mark lassen sich die gigantischen Ausmaße der Schiffe am besten darstellen. Positioniert man sich etwas Abseits des Emsdeichs, so wirken die Häuser im Vergleich zu den Cruiselinern sehr winzig. Doch auch hier wird man sicherlich nicht ganz alleine sein. Wer lieber etwas abgelegen der vielen Schaulustigen die Emsüberführung verfolgen möchte, dem können wir den kleinen Ort Ferstenborgum empfehlen. Auf dem Deich hat man einen schönen Blick auf die Ems und kann die Überführung entspannt verfolgen. Der Tipp richtet sich allerdings überwiegend an Fußgänger und Fahrradfahrer, da die Parkmöglichkeiten vor Ort sehr begrenzt sind. Haben Sie noch einen (Geheim-)Tipp für andere Kreuzfahrt-Fans? Wir freuen uns sehr über Ihren Kommentar unter diesem Artikel!

Die Emsüberführung im Livestream

Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, bietet der NDR in den meisten Fällen eine Live-Übertragung an. Diese kann man je nach Sendeplan im Fernsehen oder im Internet auf www.ndr.de live verfolgen. Außerdem werden im Laufe der nachfolgenden Tage viele Videos auf Plattformen wie zum Beispiel YouTube hochgeladen, die das Manöver aus vielen verschiedenen Blickwinkeln festgehalten haben. Wie auch immer man die Emsüberführung verfolgt, ist der Anblick der Ozeanriesen auf dem vergleichsweise kleinen Fluss jedes Mal aufs Neue ein besonderes Erlebnis.

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