Ostsee-Traumziel Helsinki

Eine der beliebtesten Stationen einer Ostseekreuzfahrt ist die finnische Hauptstadt Helsinki. Die charmante Stadt ist das Herzstück der Hauptstadtregion, die neben Helsinki auch die Nachbarstädte Espoo, Kauniainen und Vantaa umfasst. Da bei einer Ostseekreuzfahrt meist nur wenige Stunden an Land zur Verfügung stehen, sollte das Stadtzentrum bei einem Landbesuch im Mittelpunkt stehen.

Während einer Ostsee-Kreuzfahrt steht oft auch Helsinki auf dem Programm

Abendstimmung in Helsinki – © Foto: Nici Heuke / Fotolia.com

Helsinki wurde ca. 1550 vom schwedischen König Gustav Vasa als Handelsstation gegründet, 1809 wurde Finnland annektiert und russisches Großherzogtum. Statt bislang Turku wurde jetzt Helsinki die neue Hauptstadt. Der russische Zar wollte sein Beutestück herausputzen und ließ die Stadt neu gestalten. Damit beauftragte er den finnischen Architekten Johan Albrecht Ehrenström und den deutschen Architekten Carl Ludwig Engel. Die beiden gaben mit dem klassizistischen Baustil des 19. Jahrhunderts der Stadt das architektonische Gesicht, das bis heute das Zentrum prägt. 1917 wurde Finnland zur unabhängigen Republik. Der Einfluss Schwedens und Russlands macht sich bis heute sprachlich und kulturell bemerkbar.

Kurzbesuch in Helsinki

Wer auf seiner Ostseekreuzfahrt den Hafen von Helsinki erreicht, hat es zu den interessanten Punkten nicht mehr weit. Wenige Minuten westlich vom Anleger liegt Vanha Kauppahalli, die alte Markthalle. Je nach zur Verfügung stehender Zeit oder vorhandener Lauflust bietet sich ab hier eine Rundfahrt mit der Straßenbahn oder ein Bummel zu Fuß an.

Rentier, Fisch und andere Spezialitäten

Die Straßenbahn fährt an einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei: Senatsplatz mit Dom, durch die Fußgängerzone Aleksanderinkatu in Richtung Olympiastadion von 1952 und Linnanmaki-Vergnügungspark. Von dort geht es zurück, am Jugendstil-Hauptbahnhof vorbei zum Kaivopuisto-Park und dann am Hafen entlang wieder Richtung Markthalle. Wer Interesse an moderner finnischer Architektur hat, kann auch die Felsenkirche im Stadtteil Töölö besuchen. Eine Haltestelle ist in unmittelbarer Nähe.  Aber auch der Bummel durch die Innenstadt hat seine Reize. Mit der beeindruckenden alten Markthalle aus dem Jahr 1888 sollte der Besucher beginnen. In einem wunderschönen Ambiente können hier finnische Spezialitäten entdeckt werden. Das ist natürlich Fisch in allen Variationen – von der Fischsuppe bis zum geräucherten Lachs. Auch Rentierschinken auf finnischem Roggenbrot oder Käse aus Lappland sollte unbedingt probiert werden. Kulinarische Souvenirs wie Marmelade aus Waldbeeren oder geräucherte Fisch- und Wurstwaren überstehen auch die weitere Ostseekreuzfahrt.

Das größte Kaufhaus Finnlands

Ein kurzes Stück weiter in nordwestlicher Richtung liegt der Esplanadenpark. Die langgezogene Grünfläche wird im Westen begrenzt vom Schwedischen Theater und hat eine extra gebaute Freiluftbühne. Hier treten im Sommer Nachwuchskünstler und Artisten auf. Falls eine Parkbank frei ist, können von hier aus entspannt die Konzerte verfolgt werden. Die nördlich parallel angrenzende Straße, Pohjoisesplanadi, bildet zusammen mit der einen Straßenblock weiter laufenden Aleksanterinkatu die Flanier- und Einkaufsmeile. Souvenirsuchende werden hier sicherlich fündig. Das weltberühmte finnische Design in Form von Glas oder Porzellan wird hier genauso angeboten wie Objekte von Kunsthandwerkern oder Schmuck. Am westlichen Ende der Aleksanterinkatu steht das größte Kaufhaus Finnlands, das für Shoppingbegeisterte ebenfalls einen Besuch lohnt. Wer immer noch nicht das richtige Mitbringsel gefunden hat, biegt von hier aus in die Mannerheimintie ein, die nächste große Einkaufsstraße mit Boutiquen, einer Kaufhausgalerie, Restaurants und Cafés.

Wer mag und wenn die Zeit noch reicht, geht in nördlicher Richtung zum Senatsplatz. Vor allem das einmalige Gebäudeensemble im klassizistischen Stil rund um den Platz ist einen Blick wert. Hier sthet neben dem namensgebenden Senatsgebäude die Universität und das Wahrzeichen von Helsinki, der 1852 fertiggestellte weiß leuchtende Dom.
In südlicher Richtung geht es wieder zum Hafen, entweder zu Fuß oder mit der Straßenbahn bis zur Markthalle. Wenn dann die Ostseekreuzfahrt weitergeht, lohnt ein Blick zurück auf die schöne Hafenkulisse der lebendigen finnischen Metropole.

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