Ostsee-Traumziel Tallinn

Schon im 19. Jahrhundert war Tallinn eine beliebte Anlaufstelle für Schiffe, da hier der Handel zwischen Russland und Osteuropa getätigt wurde. Auch heute noch wird der Hafen der Hauptstadt Estlands regelmäßig angesteuert – allerdings vielmehr von Kreuzfahrtschiffen als Highlight einer Ostseekreuzfahrt. Doch was kann man als Teilnehmer einer solchen Kreuzfahrt von der estnischen Stadt erwarten?

Altstadt zählt zum Weltkulturerbe

Viele Ostsee-Kreuzfahrten steuern Tallinn an

Tallinn ist immer einen Besuch wert – © Foto: decu / Fotolia.com

Die einstige Festungsstadt Tallinn liegt direkt am Finnischen Meerbusen und ist somit ideal als Zielpunkt von Ostseekreuzfahrten zu erreichen. Meist findet man im Zusammenhang mit dem Namen „Tallinn“ heutzutage immer noch den ehemaligen Namen der Stadt, Reval, vor, der bis 1918 galt. Und nicht nur im Hinblick auf ihren Namen hat die Stadt eine bewegte Vergangenheit: Überwiegend von fremder Hand (u.a. von Dänen und Russen) regiert ist sie erst seit 1991 unabhängig. Zusammen mit den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ergab sich eine heute noch zu erkennende unzusammenhängende Stadtstruktur. Dennoch ist die Altstadt Tallinns sehr gut erhalten und einen Besuch wert, vor allem im Sommer, der meist angenehme Temperaturen mit sich bringt. Aufgrund ihrer Exklusivität gehört die Altstadt seit 1997 auch zum Weltkulturerbe. Besucher können sich tagsüber in Museen, Kirchen oder Galerien die Zeit vertreiben, bleibt man auch über Nacht, können zahlreiche Bars und Discos genossen werden.

Der Hafen und die „Dicke Margarethe“

Wenn das Kreuzfahrtschiff in den Hafen der Stadt einläuft, möchte man als Tourist natürlich möglichst viel von der estnischen Stadt sehen, und das in begrenzter Zeit. Zunächst stellt sich die Frage, wie man vom Hafen in die Stadt gelangen kann, denn diese bildet sicher das Highlight des Aufenthalts. Wer es schnell und einfachen haben will, der nimmt eines der bereit stehenden Taxis. Zudem organisiert die Reederei auch Busse in die Stadt. Beide Transportmittel benötigen lediglich um die 15 Minuten für die Fahrt. Nach der Ankunft in der Stadt lässt sich diese leicht per Fuß erkunden: Das Zentrum bildet hierbei der Rathausplatz mit dem schon im 13. Jahrhundert errichteten Rathaus. Dieses bietet über eine für Touristen zugängliche Aussichtsplattform die Möglichkeit, einen ausgezeichneten Blick über Altstadt und Hafen zu erlangen. Des Weiteren lohnt es sich, einmal die Stadtmauer mit ihren 16 Türmen entlangzuschlendern, die von der Zeit Tallinns als Festungsstadt zeugt. Der Turm „Dicke Margarethe“, neben dem das Vortor zum Strand liegt, beherbergt ein Schifffahrtsmuseum, das ebenfalls einen Einblick in die Geschichte der Stadt liefert. Weitere mögliche Sehenswürdigkeiten für einen mehrstündigen Aufenthalt zeigen sich in der Vielfalt der Kirchen, beispielsweise die St. Nikolaikirche. Doch nicht nur die Altstadt offenbart schöne Seiten der estnischen Hauptstadt: Nur 10 Minuten mit dem Bus benötigt man, um das Katharinental zu erreichen, einen Schlosspark, der besonders für Spaziergänger eine Zone zum Entspannen bietet.

Kleinigkeiten für Freude und Genuss in Tallinn

Aufgrund der vielen Touristen von Ostseekreuzfahrten hat sich die Stadt in puncto Essen mittlerweile stark international ausgerichtet. Ob argentinisch oder thailändisch – hier ist für jeden etwas dabei. Auch lokale Spezialitäten gibt es in estnischen Restaurants zu entdecken. Zu probieren lohnt sich auf jeden Fall die „Pikurad“, eine Teigtasche, gefüllt mit Gemüse und Fleisch, oder „Sult“, Kalbsfleich in Gelee. Möchte man mehr wissen, können die meist englischsprachigen Bedienungen weiterhelfen.
Wenn außerdem der Wunsch besteht, ein Andenken an diese Station der Ostseekreuzfahrt zu erwerben, findet man in der Altstadt genug Auswahl – Hüte, Keramik- und Glaswaren und estnisches Marzipan sind als Souvenirs wahrlich beeindruckend.

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