Privatinseln der Reedereien

Ende der 70er Jahre erwarb die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line die erste Privatinsel als Ausflugsziel für Kreuzfahrtpassagiere. NCLs Great Stirrup Cay diente zuvor als Militärbasis. Nachdem NCL die Insel von einer Ölfirma gekauft hatte, wurde sie zur Reederei-eigenen Trauminsel. Seither folgten immer mehr Reedereien diesem Vorbild und kauften oder pachteten ganze Inseln oder Inselareale. Die Privatinseln werden oft ebenso ausgebaut wie die Schiffe selbst, so dass das Entertainment-Angebot an Land dem an Bord in Nichts nachsteht. Auf den Inseln findet man daher Bars, Restaurants und Shops sowie Vergnügungsparks, viele Wassersportangebote und Wanderwege.

Die Privatinseln der Reedereien sind bei ihren Gästen so beliebt, weil sie wahre Entspannung bieten und vor allem weniger überfüllt sind, als manch anderer Stop.

Gut zu wissen: 

  • Die Privatinseln werden üblicherweise nur von einem Schiff zur Zeit angelaufen, also erlebt man die Zeit an Land als etwas ganz besonderes.
  • Die Inseln reflektieren nicht wie andere Inseln einen historischen Werdegang, sondern viel eher den Lifestyle der Reederei. Ebenso wie an Bord der eigenen Flotte wird an Land der eigenen Insel meist ein vergleichbares Ziel verfolgt. Auf den Privatinseln von Royal Caribbean International geht es zum Beispiel darum, den Gästen möglichst viele aufregende Events zu bieten – eben wie auf den Schiffen.
  • An den Privatstränden werden Gäste ebenso mit Snacks verwöhnt, wie an Bord. Dafür wird das Essen entweder an Bord oder direkt an Land zubereitet. Die Gäste erleben meist eine Art Picknick oder ein Barbecue auf der Insel, das von Unterhaltung wie Live-Musik begleitet wird. Auch Strohdach-Bars gehören zum typischen Bild der Privatinseln, hier werden eisgekühlte Drinks und Cocktails serviert. Zum Zahlen sollte man seine Bordkarte dabei haben.
  • Üblicherweise kann an Land der Privatinseln alles mit der Bordkarte bezahlt werden, was nicht ohnehin im Preis enthalten ist. Wer Souvenirs von regionalen Händlern erwerben möchte, sollte allerdings Bargeld dabei haben.
  • Die Inseln sind wesentlich kleiner als übliche Karibik-Inseln. Hier lohnen sich Erkundungstouren!

Princess Cruises – Princess Cays

Princess Cays ist die Privatinsel der Reederei Princess Cruises. Es ist eine private Insel auf den Bahamas. Die Insel ist keine Insel im herkömmlichen Sinne, sondern ein großes palmengesäumtes Grundstück von Princess Cruises auf dem südlichen Ende der Insel Eleuthera.

Wenn das Schiff hier den Anker lichtet, geht es innerhalb von 10 Minuten auf dem Tenderboot zur Insel. Hier verbringen die Passagiere einen sonnigen Strandtag. Der weiße Strandsand, das klare Wasser der Lagunen und die Palmen im Hintergrund bilden mit den Strohdach-Bars das absolute Urlaubsparadies.

Für Entspannung sorgen Sonnenliegen, Massagen am Strand, private Bungalows (für rund 200,-USD am Tag) und Spielplätze mit Pools für Kinder. Die Bungalows sind kleine pastellfarbene Holzhütten für kleine Gruppen, die innen mit Klimaanlage und außen mit reservierten Sonnenliegen ausgestattet sind. Ein Kellner versorgt die Gäste hier mit Snacks und Getränken. Für Sonnenanbeter lohnt sich auch das Mieten eines windgeschützten Sonnenzelts, das man für rund 25,-USD pro Tag beziehen kann. Die Kids-Area heißt Pelican Perch, hier wird ein buntes Kinderprogramm geboten.

Geboten wird allerhand, von Barbecue Lunch Buffets über Shops und ein großes Wassersportangebot mit Jet Ski-, Kayak-, Glasbodenboot-und Schnorcheltouren. In den Shops können Gäste T-Shirts und Muscheln sowie regionale Handwerkskunst erwerben.

Auf Princess Cays lohnen sich Spaziergänge zum nördlichen oder zum südlichen Ende des Privat-Resorts, dort kann man Ruhe suchen und finden. Für den Strandspaziergang sollten Schuhe eingeplant werden, denn Korallen und Steine liegen entlang der Küste verstreut. Auch ein eigenes Handtuch mitzubringen, ist eine gute Idee, denn der Strand ist noch weit und lädt fern vom Trubel zum Sonnen und Meeresrauschen-Lauschen ein.

Die Privatinseln von Royal Caribbean International

Royal Caribbean International ist die einzige Reederei, die zwei private Inseln zu ihrem Besitz zählt: Coco Cay auf den Bahamas und Labadee, ein Privatstrand an der Nordküste Haitis.

Coco Cay

Coco Cay liegt rund 55 Meilen nördlich von Nassau in der Berry Island Kette der Bahamas. Die Insel ist ein Nachbar der Privatinsel Great Stirrup Cay der Norwegian Cruise Line. Viele Bahamas-und Karibik-Kreuzfahrten von Royal Caribbean legen in Coco Cay einen Stop ein, bei dem die Passagiere mit Tenderbooten vom Kreuzfahrtschiff zur Küste der Insel übergesetzt werden.

Die Insel ist umgeben von weißem Sandstrand und kristallklarem Wasser, was sie zu einem tropischen Paradies macht. Natur-Wanderpfade locken Erkundungsgänger an, während die Lagunen mit ihren Bars und Liegestühlen die relaxenden Gäste betören. Für Sonnenbadende ist der Strand definitiv die beste Adresse. Wer dazu noch ungestört sein möchte, sollte den Wanderers Beach aufsuchen, er ist am weitesten vom Anleger entfernt. Hier finden Sie aber trotzdem gemütliche Sonnenliegen vor. Am Privatstrand werden eisgekühlte Getränke und Cocktails angeboten.

Das Action-Angebot an Land ist groß: Diverse Sportangebote sorgen für Entertainment. Es wird Volleyball im Sand gespielt, Kayaktouren führen durch die Natur, im Aqua Park wird es erfrischend spaßig. Schnorchler können ein gesunkenes Flugzeug und ein Schiffswrack sehen. Auf die Kids wartet Caylanas Aqua Park, ein schwimmender Spielplatz mit Spaßgarantie.

Labadee

Der Landstrich Labadee ist eine dicht bewaldete Halbinsel im Norden der Insel Haiti. Hierher kommen viele Royal Caribbean International Schiffe wie auch einige Celebrity Cruises Schiffe, um ihren Gästen eine Auszeit auf der Privatinsel zu gönnen. Die Kreuzfahrtschiffe können an einem neuen Anleger direkt an der Insel anlegen. Das Tendern entfällt und noch mehr Zeit für die Insel bleibt.

Die Halbinsel Labadee befindet sich im Norden Haitis – © Foto: Royal Caribbean International

Unberührte Strände, atemberaubende Landschaften und viele Aktivitäten erwarten die Gäste. Der Strand ist in sieben Nachbarschaften unterteilt, von denen jede ihren eigenen Stil hat. Zu den Nachbarschaften gehören Buccaneer’s Bay, Dragon’s Plaza, Labadee Town Square, Adrenaline Beach, Columbus Cove, Nellie’s Beach und Barefoot Beach Club.

Sieben Erlebniswelten am Strand
Buccaneer’s Bay beschreibt die Buchungsstation für Sport-Exkursionen und Treffpunkt für dieselben. Das Dragon’s Plaza liegt gleich nebenan und beschreibt den Beginn des längsten Strandes von Labadee und beherbergt das Dragon’s Café mit Lunch Buffet im Barbecue Stil. Der Strand eignet sich nicht zum Schwimmen, aber hervorragend zum Sonnen und für einen Besuch des Dragon’s Head, einer eindrucksvollen Steinformation.

Der Strand Columbus Cove ist der perfekte Badestrand. Hier treiben Badematten, Trampoline, aufblasbare Baumstämme und Eisberge zum Spielen und Spaß haben im Wasser. An Land steht ein Barbecue Lunch für Stärkungen bereit.

Am Labadee Town Square können Gäste Handwerkskunst der Inselkultur erwerben und Shows von Einheimischen bewundern. Am Adrenaline Beach wartet die neueste Attraktion der Privatinsel: Der Dragon’s Tail Coaster ist eine irre Achterbahn, die erst kürzlich eröffnet wurde. Auch Fußball, Basketball und Beachvolleyball werden am Adrenaline Beach gespielt.

Nellie’s Beach ist der Traumstrand schlechthin. Von hier aus starten Kayaktouren oder auch einfach die erholsamen Stunden auf einer ruhig treibenden Luftmatratze. Im Sand stehen komfortable Sonnenliegen mit Blick auf das bildschöne Küstenpanorama.

Der Barefoot Beach Club richtet sich mit seinem Angebot an die Grand Suiten Gäste oder Gäste höherer Kategorien von Royal Caribbean International. Insgesamt stehen 20 private Hütten zum Buchen bereit, die am und im Wasser stehen oder sich an die Hügel der Insel schmiegen. Hochwertiger Erfrischungsservice steht hier zur Verfügung.

Auf den Wanderpfaden der Insel kann man die letzten Regenwälder der Insel erkunden und einzigartige Steinformationen bestaunen. Die Wanderwege wurden extra für die Gäste angelegt und sorgen für unvergessliche Eindrücke von der paradiesischen Natur Labadees.

Holland America Line (& Carnival Cruises) – Half Moon Cay

Auf der kleinen Bahamas Insel San Savador befindet sich auch die Lagune Half Moon Cay. Der Privatstrand der Holland America Line liegt etwa 160 km südöstlich von Nassau entfernt. Viele der Holland America Line Touren in der Karibik und durch durch den Panamakanal führen auch nach Half Moon Cay. Außerdem halten einige Carnival Schiffe an der privaten Insel. Dazu gehören die Carnival Pride, Carnival Liberty, Carnival Glory, Carnival Miracle, Carnival Fascination und Carnival Destiny. Die Schiffe halten vor der Insel und Gäste werden mit Tenderbooten an die Küste gebracht.

Besonders die tropische Landschaft der Insel lädt zu Spaziergängen auf dem Historic Nature Walk ein. Zu den beliebtesten Sportangeboten gehören Ausritte mit Pferden am Strand und durch das kristallklare Wasser. Fahrradtouren, Schwimmen oder Sonnenbaden sind natürlich auch möglich. Es gibt drei Wassersport-Zentren, zwei am Strand und eine an der Lagune, wo Sportzubehör geliehen werden kann. Kinder haben ihren ganz eigenen Spielplatz mit Piratenschiffen zum Klettern und einem Wasserpark. Am Strand können private und klimatisierte Hütten gemietet werden.

Die Insel Half Moon Cay ist bekannt für ihre vielen Vogelarten. Ein großer Teil der Insel wurde als Vogelreservat ausgezeichnet und dient vielen Arten als Nistgebiet. Für die Verpflegung sorgen Bars und ein Restaurant. Hier genießen Gäste ein Lunch im Barbecue-Stil. Auf dem Markt wird regionale Handwerkskunst verkauft.

Norwegian Cruise Line – Great Stirrup Cay

Bereits 1977 kaufte die Norwegian Cruise Line die Privatinsel Great Stirrup Cay für seine Gäste und verwandelte die Destination in eine private Oase. Die Insel ist eine der nördlichsten Inseln in der Berry Island Kette der Bahamas und liegt rund 80 km von Nassau entfernt. NCL besitzt einen Großteil der Insel, der Rest gehört der Regierung der Bahamas.

Viele Karibik-Routen mit NCL schließen auch einen Stopp auf Great Stirrup Cay mit ein. Die Schiffe lichten den Anker vor der Küste und bringen die Gäste mit Tenderbooten zum Strand. An Land ist das Sport-Angebot groß. Natürlich wird hier viel Wassersport betrieben, wer möchte kann sich aber auch an Land mit Ballspielen vergnügen.

Erst 2011 wurde die Privatinsel für rund 20 Mio. USD renoviert und erhielt neben einer neuen Spielzone für Kids auch 10 Cabanas mit Blick aufs Meer, eine Bühne für Musiker, Beach Volleyball Felder und ein größeres Wassersportangebot mit Schnorchel-Ausflügen und Wave Runner Touren. Sogar ein künstlicher Fluss wurde geschaffen, um Kayak-Trips anbieten zu können. Parasailing-Abenteuer sowie der Wasserpark mit einer riesigen 12 Meter hohen und über 50 Meter langen Wasserrutsche sorgen für Action.

Für Erholsame Sonnenstunden legt man sich an den Strand an der Nordküste oder bucht eine der Massagehütten, die etwas abseits liegen. Der Strand auf der Westseite der Insel ist ohne Sonnenliegen ein recht einsamer Strand für Ruhesuchende. Erreichbar ist er über einen steinigen Strandweg. Die Strände auf der Ostseite der Insel sind ebenfalls über einen Wanderweg zu erkunden.

Für leckere Snacks sorgen Bars, ein Inselbuffet, das Pizza, Salate, Früchte und Barbecue serviert. Auf dem Straw Market verkaufen regionale Händler Souvenirs.

Catalina Island – Costa Cruises

Catalina Island ist ein kleines Paradies im Süden der Dominikanischen Republik, das die Reederei Costa Kreuzfahrten gepachtet hat. Es macht einen Besuch mit eindrucksvoll schönen Korallenriffen und buntem Meeresleben zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Gäste werden mit Tenderbooten von den Kreuzfahrtschiffen zur Insel gebracht. Dort können sie Katamaran-Touren buchen, im Jeep die Gegend erkunden, die Naturwunder wie das Umland und die Quellen an Land erleben. Die Fläche von Catalina Island beträgt weniger als 10 Quadratkilometer, die gesamte Insel ist mit üppiger grüner Vegetation überdeckt und verzückt mit ihren feinsandigen Stränden und türkisfarbenem Wasser ihre Gäste. Für die Verköstigung an Land sorgt ein Strand-Barbecue mit Burger, Hot Dogs, Salat und Früchten

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