Neue Studie: Kreuzfahrten mit Wachstumspotenzial

Die neue Schwerpunktstudie „Reisetrends: Kreuzfahrten in Deutschland 2018“ des Marktforschungsinstituts Nordlight Research gewährt Einblicke in die Welt der deutschen Kreuzfahrer. Sie gibt Aufschluss über die Zielgruppen, Potenziale und Präferenzen für Kreuzfahrten. Dazu wurden über 1.000 Personen ab 16 Jahren in deutschen Haushalten mit Internetanschluss im Juli 2018 repräsentativ befragt.

Frau vor Kreuzfahrtschiff

14 Prozent der Deutschen „lieben“ Kreuzfahrten. © Foto: rh2010 – Fotolia

Kreuzfahrten polarisieren

14 Prozent der Bundesbürger „lieben“ diese Form des Reisens geradezu – weitere 20 Prozent sind zumindest neugierig, zukünftig einmal eine Kreuzfahrt auszuprobieren. Mit Blick auf die kommenden zwei Jahre wollen bis zu zehn Prozent der Deutschen eine Hochsee-Kreuzfahrt unternehmen. Zugleich polarisiert das Thema Kreuzfahrten: jeder dritte Bundesbürger kann dieser Reiseform persönlich überhaupt nichts abgewinnen. Rund 40 Prozent halten diese zudem in stärkerem Maße für umweltschädlich.

Zielgruppen, beliebte Reiseziele und Erwartungen an Kreuzfahrten

Besonders ausgeprägt ist das Kreuzfahrt-Interesse in der mittleren Altersgruppe der 30-49-Jährigen (43%; zum Vergleich: < 30 Jahre: 30%; 50+: 28%). Überdurchschnittlich interessiert sind zudem Menschen, die einen modernen und komfortablen Lebensstil pflegen. Die durchschnittliche Preisbereitschaft liegt – je nach Reisedauer und Reiseziel – zwischen 500 € und 1.500 €.

Als mögliche Reiseziele für Kreuzfahrten favorisieren die Deutschen derzeit vor allem Mittelamerika / Karibik (42%), Australien / Neuseeland (35%) und Nordeuropa (31%), gefolgt von Pazifik (29%) und Nordamerika (28%).

Besonders attraktiv an Kreuzfahrten wird die Mixtur aus Abgeschiedenheit vom Alltag, komfortablem Nichtstun, Bereisen unterschiedlicher Länder und abgesichertem Unterwegssein auf See wie an Land erlebt. Landgänge sind für 56 Prozent der potentiellen „Kreuzfahrer“ besonders interessant. Für 38 Prozent ist eine deutschsprachige Reiseleitung von hoher Wichtigkeit. „Kreuzfahrten beleben Sehnsüchte nach Freiheit, Abenteuer und Ferne, zugleich aber auch nach Ruhe, Komfort und Sicherheit“, sagt Sabine Pützfeld, Studienleiterin bei Nordlight Research. „In diesem Spannungsfeld gilt es, attraktive Reisepakete zu schnüren und verschiedene Zielgruppen und deren Vorlieben zu bedienen.“

Bekannteste Kreuzfahrt-Reiseanbieter, präferierte Buchungswege und Gesamtzufriedenheit

Top 3 in der Bekanntheit der zahlreichen Kreuzfahrtanbieter sind der Marktführer AIDA Cruises (gestützte Abfrage: 82%), MSC Cruises (67%) und TUI Cruises (56%); dicht gefolgt von Costa Cruises (53%) und Hurtigruten (52%). Hohe Markenbekanntheit führt jedoch nicht automatisch zu einer dortigen Buchung; tatsächlich gebucht werden Kreuzfahrten nicht selten auch bei weniger bekannten Anbietern. Im Beliebtheitsranking der Kreuzfahrt-Anbieter (generelle Nutzungsbereitschaft) führt AIDA, gefolgt von MSC, TUI, Hurtigruten und weiteren.

In puncto Buchungswege präferieren die Interessenten vor allem auf Kreuzfahrten spezialisierte Reisebüros (52%), allgemeine Reisebüros (39%) oder auch direkt über die Websites der Tour-Operatoren (36%). Websites unabhängiger Anbieter kommen bei der Buchung für jeden vierten Interessenten in Frage. Diejenigen Bundesbürger, die bereits Kreuzfahrten unternommen haben, beurteilen ihre Erfahrungen zu rund drei Vierteln (71%) als „ausgezeichnet“ bzw. „sehr gut“. Im Rückblick ausdrücklich nur mäßig zufrieden bzw. enttäuscht sind neun Prozent.

Über den „Trendmonitor Deutschland“

Der Trendmonitor Deutschland ist eine regelmäßige marktforschungsbasierte Trendstudie zum deutschen Verbrauchermarkt. Das Basis-Tracking umfasst Trendanalysen in folgenden Bereichen: E-Mobility, Smart Home, VR / AR, Digital Lifestyle, Medien & Kommunikation, Shopping, Reisen, Entertainment & Gaming, Banking & Insurance, Food, Health & Wellness und Mode & Beauty. Bekanntheit, Interesse, Kaufbereitschaft und Nutzung von Trendprodukten und Trendtechnologien werden nach zahlreichen soziodemographischen und psychographischen Merkmalen differenziert und im Zeitverlauf analysiert. Zudem werden in jeder Befragungswelle einzelne Schwerpunktthemen vertiefend beleuchtet.

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