Der Kreuzfahrtmarkt in Asien wächst rasant

Der neuen Studie „Asia Cruise Trends“ der Cruise Line International Association (CLIA) zufolge sind die asiatischen Kreuzfahrtmärkte deutlich stärker gewachsen als erwartet. Die Zahl der Passagiere stieg im vergangenen Jahr um 24 Prozent auf 2,08 Millionen (2014: 1,68 Millionen). Demnach wachsen auch die Kapazitäten der Kreuzfahrtschiffe sowie die Anzahl der Reiseziele innerhalb Asiens deutlich.

Shanghai, China, Asien

Die beeindruckende Skyline in Shanghai. © Foto: Dibrova / Fotolia.com

„Auch wenn wir erwartet haben, dass Asien in der Kreuzschifffahrt ein Rekordwachstum erreicht, sind wir über die Geschwindigkeit erstaunt, mit der sich die Region zu einer der wichtigsten Kreuzfahrtdestinationen und Quellmärkte der Welt entwickelt“, erklärt Cindy D’Aoust, Präsidentin und CEO von CLIA Global. „Die Kreuzfahrtbranche hat umgehend auf die Nachfrage in Asien reagiert: Die Reedereien bieten Kreuzfahrtschiffe an, die speziell auf die Bedürfnisse der asiatischen Reisenden zugeschnittenen sind. Gleichzeitig wird internationalen Gästen ermöglicht, die faszinierenden Reiseziele Asiens zu entdecken.“

Mehr Abfahrten und Kapazitäten

Die neue Norwegian Joy der amerikanischen Kreuzfahrtmarke Norwegian Cruise Line (NCL) ist ein treffendes Beispiel für die Reaktion der Reedereien. Sie wird das erste Schiff der NCL-Flotte sein, das speziell für den asiatischen Markt konzipiert ist und ab 2017 durch Asien kreuzt. Doch bereits in diesem Jahr sind deutlich mehr Abfahrten (1.560) in Asien geplant, rund 43 Prozent mehr als noch 2015 (1.095 Fahrten). Um diese Fahrten leisten zu können, sind 60 Hochseekreuzfahrtschiffe in der Region unterwegs, acht mehr als im vergangenen Jahr. Dementsprechend steigt auch die Kapazität auf den Schiffen auf mehr als 3 Millionen Passagiere – ein erneuter Rekord.

Kurze Kreuzfahrten in Asien bevorzugt

Die Studie kommt zudem zum Ergebnis, dass kurze Kreuzfahrten bevorzugt werden. So entschieden sich rund 30 Prozent der asiatischen Kreuzfahrer für zwei bis drei Übernachtungen. Der Großteil, etwa die Hälfte, bevorzugt Kreuzfahrten mit vier bis sechs Übernachtungen an Bord. Dabei machen 84 Prozent eine Kreuzfahrt innerhalb Asiens. Beliebte Länder mit den meisten Hafenanläufen sind Japan (1.526), China (850) und Südkorea mit 745 geplanten Anläufen 2016. Der meist angelaufene Hafen wird voraussichtlich Jeju in Südkorea (460 Anläufe) sein. Dicht gefolgt von Shanghai (437) und Singapur (391), wo viele Kreuzfahrten starten und enden.

Die Hintergründe der Studie

CLIA gab die Studie Asia Cruise Trends 2016 in Auftrag, um weitere Einsichten in den sich schnell entwickelnden Kreuzfahrtmarkt zu erhalten. Die Untersuchung baut auf dem White Paper „Informationen, Intelligence, Insights“ von 2013 auf, sowie auf der ebenfalls von CHART Management Consultants durchgeführten Studie Asia Cruise Trends 2014.

In die Auswertung sind richtungweisende Daten von 31 internationalen und regionalen Kreuzfahrtlinien, die über 95 Prozent der Kapazitäten der Kreuzfahrtschiffe in Asien repräsentieren, geflossen. Kreuzfahrten mit nur einer Übernachtung wurden in der Analyse nicht berücksichtigt.

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